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16.11.2015 – 14:25

VDA Verband der Automobilindustrie e.V.

VDA-Präsident Matthias Wissmann: "Deutsche Hersteller und Zulieferer bei Qualität nach wie vor führend!"

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Leipzig (ots)

12. Qualitätsgipfel der Automobilindustrie in Leipzig - Zuverlässigkeitsrankings belegen: Deutsche Qualitätsmanager arbeiten äußerst erfolgreich

MANUSKRIPT MIT O-TÖNEN MATTHIAS WISSMANN UND RAINER BOMBA

Anmoderation:

Selten wurde das Qualitäts-Gipfeltreffen der Automobilindustrie mit so viel Spannung erwartet wie in diesem Jahr. Schließlich hat die Affäre um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen zu erheblicher Unsicherheit bei den Verbrauchern gesorgt. Wie es aktuell um die Qualität deutscher Automobile und das Gütesiegel "Made in Germany" bestellt ist, damit beschäftigen sich ab heute (16.11.) rund 250 hochrangige Experten der Branche im Leipziger Porsche-Werk. Gleich zu Beginn der Veranstaltung ging der Präsident des Verbands der Automobilindustrie dabei auf das Thema VW und Diesel ein und stellte klar: Manipulationen von Software und Emissionsangaben widersprechen dem Selbstverständnis der Automobilindustrie und müssen vollständig aufgeklärt werden, um einem Generalverdacht gegen die Dieseltechnologie entgegenzutreten.

O-Ton Matthias Wissmann

Lassen Sie uns die Ereignisse nun nicht als apokalyptisch nehmen, denn das sind sie nicht. Und lassen wir auch nicht zu, dass aus einem Dieselmanipulationsproblem ein allgemeines Dieselproblem gemacht wird. Denn wir werden zur Erreichung der CO2-Ziele und niedrigster Verbrauchsziele den modernsten Euro 6-Diesel noch lange brauchen. Und lassen wir auch nicht zu, dass daraus ein ganzes Haus und 600.000 Mitarbeiter im VW-Konzern oder gar die gesamte deutsche und internationale Automobilindustrie in eine Generalverdachtsposition gebracht werden. Ich glaube wir müssen darauf bestehen, dass differenziert wird und dass keine Pauschalurteile ausgesprochen werden. (0:45)

Schließlich sei die Qualität der Fahrzeuge deutscher Hersteller und Lieferanten nach wie vor erstklassig. Um diesen Standard zu halten bedarf es des konsequenten Willens zur ständigen Verbesserung der Systeme, Prozesse und Produkte. Nur so lasse sich der weltweit gute Ruf der deutschen Automobilindustrie weiter stabilisieren und dort wiederherstellen, wo er gelitten hat. Dass die deutschen Autos immer noch zu den besten weltweit gehören, lässt sich an den aktuellen Qualitäts- und Zuverlässigkeitsrankings ablesen: So finden sich im aktuellen TÜV-Report 2016 auf den obersten drei Plätzen ausschließlich Modelle deutscher Premiumhersteller, und das trotz teils sehr hoher Laufleistungen. Auch im Dekra Gebrauchtwagenreport stehen in der Kategorie "Bester aller Klassen" ausschließlich deutsche Modelle unter den Top drei. Ein deutlicher Beleg dafür, wie erfolgreich deutsche Qualitätsmanager tagtäglich arbeiten, so der VDA-Präsident:

O-Ton Matthias Wissmann

Ich glaube das steht stellvertretend für die Qualitätskultur, die wir in unseren Firmen bei Herstellern und Zulieferern weiter pflegen müssen und wollen. Sie sind letztlich das Erfolgsgeheimnis einer Industrie, die auch in Zukunft Weltspitze sein will. (0:20)

Dabei kann sich die Branche auf die Unterstützung der Bundesregierung verlassen. Das versicherte der Staatssekretär vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Rainer Bomba dem Expertenforum in Leipzig. Gerade bei den Themen Elektromobilität und Digitalisierung müsse Deutschland zum Leitmarkt werden und dürfe nicht ins Hintertreffen geraten:

O-Ton Rainer Bomba

Unsere Mitbewerber schlafen nicht. Sie warten nur darauf, dass wir Schwächen zeigen und dass der Automobilstandort Deutschland strauchelt. Aber diesen Gefallen werden wir keinem tun. Zu viele Arbeitsplätze, zu viele Steuereinnahmen, aber auch unser Prestige stehen auf dem Spiel. Hier ist die Politik besonders gefordert, in guter Zusammenarbeit - und das sage ich klar und deutlich - mit der deutschen Kraftfahrzeugindustrie und dem VDA. Denn letztendlich gilt: Deutschland baut unter dem Siegel "Qualität made in Germany" die besten Autos der Welt. Und das soll auch so bleiben. (0:40)

Der VDA nutzt den diesjährigen Qualitätsgipfel, um sich nachhaltig für weltweit höchste Qualitätsstandards in der Automobilproduktion einzusetzen. Weil die Automobilproduktion besonders in den internationalen Märkten stark wächst, sind die Unternehmen zunehmend gefordert, sich global aufzustellen. Das gelte für die großen Automobilhersteller und kleine und mittelständische gleichermaßen. Der Verband der Automobilindustrie ist daher mit eigenen Niederlassungen in wichtigen Auslandsmärkten wie China mit großem Erfolg aktiv, betonte Matthias Wissmann:

O-Ton Matthias Wissmann

Wenn Sie die Zahlen des Jahres 2015 über die weltweite Produktion in der Automobilindustrie im November rekapitulieren, dann können wir sagen, wir werden 2015 in Deutschland etwa 5,7 Millionen Fahrzeuge am Ende des Jahres gefertigt haben, weltweit rund 9,5 Millionen. Das heißt, wenn sich eine Industrie auch im Qualitätsmanagement veranlasst sehen muss, weiter auf Globalisierung zu setzen, dann sind es wir. Und deswegen gehen wir diesen Weg weiter, gerade auch in den Regionen, in denen die Industrie besonders stark wächst. (0:40)

Abmoderation:

Noch bis morgen diskutieren rund 250 hochrangige Experten beim "12. Qualitäts-Gipfeltreffen der Automobilindustrie" in Leipzig über die Herausforderungen der Zukunft. Unter dem Motto "Gemeinsame Produktverantwortung in der automobilen Lieferkette" befasst sich die Branche mit dem Aspekt der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Zulieferern und weiteren Herausforderungen für diese Schlüsselindustrie.

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