Alle Storys
Folgen
Keine Story von ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft mehr verpassen.

ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Medien-Info: Länder-Tarifrunde: ver.di ruft am Mittwoch, 28. Januar 2026, zum Campus-Branchenstreiktag auf

Länder-Tarifrunde: ver.di ruft am Mittwoch, 28. Januar 2026, zum Campus-Branchenstreiktag auf

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft am Mittwoch, 28. Januar im Rahmen der Tarifverhandlungen mit den Ländern zum Campus-Warnstreiktag auf. Bundesweit werden in über 60 Städten Beschäftigte aus Hochschulen, Studierendenwerken und Forschungseinrichtungen für ihre Tarifforderungen demonstrieren, an mehr als 40 Standorten werden Warnstreiks stattfinden. „Die Beschäftigten sind empört über Aussagen der Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen“, erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. „Nicht nur haben diese bislang kein verbindliches Angebot gemacht, sie haben auch erklärt, bei der Bildung sparen zu wollen. Das ist eine politische Bankrotterklärung.“

In der aktuellen Lage seien mehr, nicht weniger Investitionen in die Bildungseinrichtungen und ihre Beschäftigten nötig, von der Kita bis zur Hochschule. „Ob Klimawandel, neue Technologien oder gesellschaftliche Umbrüche – gute Bildung, Wissenschaft und Forschung sind zentral, um die Herausforderungen der Zeit zu bewältigen“, betonte Bühler. „Hochschulen liefern wissenschaftliche Expertise und bilden dringend benötigte Fachkräfte aus. Wer hier den Rotstift ansetzt, setzt die Zukunft aufs Spiel.“ Die Länder müssten für eine auskömmliche Finanzierung der Hochschulen, Studierendenwerke und Forschungseinrichtungen, für gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung sorgen. „Damit Personal gehalten und gewonnen werden kann, gilt es, mindestens Anschluss zu halten an die Tarifentwicklung im restlichen öffentlichen Dienst.“

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte auch in der zweiten Tarifverhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder am 15./16. Januar 2026 kein verbindliches Angebot vorgelegt. ver.di fordert Gehaltserhöhungen von sieben Prozent, monatlich mindestens 300 Euro. Nachwuchskräfte sollen monatlich 200 Euro mehr bekommen und nach erfolgreicher Ausbildung unbefristet übernommen werden. Zudem will ver.di erreichen, dass der Tarifvertrag auch für die etwa 300.000 studentischen Hilfskräfte gilt (TVStud). Bühler: „Die studentischen Beschäftigten helfen maßgeblich, den Hochschulbetrieb am Laufen zu halten. Ihnen den Schutz des Tarifvertrags mit dem Argument zu verweigern, dies gefährde die Wissenschaftsfreiheit, ist absurd und einer faktenorientierten Wissenschaft unwürdig.“

Alle Beschäftigten am Campus bräuchten deutlich mehr Geld, um ihre Kaufkraft zu erhalten. „Beschäftigte der unteren Entgeltgruppen, zum Beispiel in den Mensen der Studierendenwerke, leiden am stärksten unter den hohen Preisen und Mieten. Deshalb fordern wir eine soziale Komponente bei der Gehaltserhöhung“, sagte Bühler. „Die Arbeitgeber lehnen dies vehement ab, offensichtlich haben sie keine Ahnung von der Lebenswirklichkeit vieler Beschäftigter.“ Die Landesbeschäftigten reagieren darauf mit einer Ausweitung der Warnstreiks, die in den kommenden Wochen fortgesetzt werden.

Hinweis an die Redaktionen: Die Ankündigung der konkreten Streik- und Aktionsstandorte erfolgt über die ver.di-Landesbezirke.

V.i.S.d.P.

Richard Rother
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail:  pressestelle@verdi.de
 www.verdi.de/presse
Weitere Storys: ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Weitere Storys: ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft