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14.02.2002 – 11:00

Deutsche Bahn AG

Ors0529: Dt. Bahn zu Wettbewerbsbedingungen auf der Schiene

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    Berlin (ors) -
    
    - Querverweis: O-Töne werden über ors versandt und sind abrufbar
unter: http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=ors
    
    Anmoderation
    
    Wie bei öffentlichen Bauvorhaben schreibt die öffentliche Hand
auch Eisenbahnstrecken im Schienenpersonenverkehr aus. Viele große
und kleine Unternehmen bewerben sich dann um die Aufträge. So soll
der Wettbewerb zwischen den Eisenbahnunternehmen gewährleisten, dass
in allen Regionen der Bundesrepublik den Kunden ein möglichst
attraktives Verkehrsangebot geboten werden kann. Über die Rolle der
Verkehrsunternehmen in diesem Prozess gibt es zum Teil
unterschiedliche Auffassungen.
    
    Text
    
    Rund 15 Millionen Zugkilometer sind zu diesem Zeitpunkt öffentlich
ausgeschrieben. Und damit nicht genug, denn zahlreiche Bundesländer
haben schon weitere Ausschreibungen angekündigt. Die öffentliche Hand
möchte den Wettbewerb zwischen den Eisenbahnunternehmen stärken. Denn
der , so die Argumentation, führt zu qualitativ und preislich
verbesserten Angeboten im Schienenpersonenverkehr. Eine Auffassung,
die auch die Deutsche Bahn vertritt. Was die Bahn moniert, das sind
die massiven Einschränkungen der unternehmerischen Freiheit, die bei
einigen Ausschreibungen zutage treten. Dazu Ulrich Homburg, Vorstand
Nahverkehr im Unternehmensbereich
    Personenverkehr.
    
    O-TON (ors05291) Ulrich Homburg, Vorstand Nahverkehr im
Unternehmensbereich Personenverkehr der Deutschen Bahn
    
    Die Wiederverstaatlichung von unternehmerischen Risiken im Rahmen
von aktuellen Ausschreibungen sehen wir außerordentlich kritisch,
weil hier wesentliche Elemente der unternehmerischen
Gestaltungsfreiheit und auch der unternehmerischen
Innovationsmöglichkeit nicht nur beschnitten werden, sondern
schlichtweg unmöglich gemacht werden. Und letztendlich die Konsequenz
ist, dass die Bürokratie wieder der bessere Unternehmer sein soll .
    
    Mehr und mehr, das sagt die Bahn, wird im Rahmen von
Ausschreibungen dazu übergegangen, die geforderte Leistung bis ins
kleinste Detail vorzuschreiben: Von der Fahrplangestaltung, über das
Marketing und den Einsatz der Fahrzeuge bis hin zur Farbe der
Uniform. Deshalb die Forderung: Der zunehmende Wettbewerb darf nicht
dazu führen, das Eisenbahngesellschaften bei Ausschreibungen in die
Rolle des reinen Transporteurs gedrängt werden.
    
    O-TON (ors05292) Ulrich Homburg, Vorstand Nahverkehr im
Unternehmensbereich Personenverkehr der Deutschen Bahn
    
    Wenn Sie die Eisenbahnverkehrsunternehmen ausschließlich auf die
reineTransportleistung reduzieren, dann findet am Ende der Wettbewerb
auch der Ideenwettbewerb ausschließlich darum statt, wer seine
Mitarbeiter am geringsten bezahlt und wer mit den wenigsten
Mitarbeitern die Leistung erbringt. Wir sind der Auffassung, dass der
Kunde zu Recht eine andere Leistung erwartet nämlich ein ständiges
Bemühen um die Zufriedenheit der Kunden.
    
    Wettbewerb sollte also zwingend zu einer Qualitätssteigerung
führen. Denn nur mit den einem hohen Servicestandart und einem
verbesserten Angebot können Kunden gehalten, Neukunden gewonnen
werden. Und die Vergangenheit zeigt: Signifikante Fahrgastzuwächse
auf einzelnen Strecken hat die Bahn immer dann verzeichnet, wenn in
Zusammenarbeit mit den Bestellern das Angebot deutlich verbessert
wurde.
    
    O-TON (ors05293) Ulrich Homburg, Vorstand Nahverkehr im
Unternehmensbereich Personenverkehr der Deutschen Bahn
    
    Wir als Deutsche Bahn im Nahverkehr haben in den letzten Jahren an
sehr vielen Stellen bewiesen, dass wir mit modernem Fahrzeugpark,
intelligenten Fahrplankonzepten und einem entsprechenden
Serviceangebot, was dazu gehört,enorme Fahrgastzuwächse realisieren
können. Sie können einzelne Fälle herausgreifen, und dann werden sie
feststellen, dass wir in den letzten Jahren zwischen 20 und 90
Prozent Fahrgastzuwachs realisiert haben. Und damit brauchen wir uns
glaube ich an keiner Stelle hinter den Leistungen unserer Mitbewerber
zu verstecken.
    
    Fast 6 Milliarden Euro will die Bahn in den nächsten fünf Jahren
in die Neubeschaffung von Schienenfahrzeugen im Personenverkehr
investieren. Davon allein rund 4 Milliarden Euro in den Nahverkehr.
Voraussetzung dafür, dass das Unternehmen seine Produktivität
steigern und das Verkehrsangebot ausbauen kann.
    
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    ors Originaltext: Dt. Bahn AG
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    Rückfragen bitte an:
        
    Konstanze Lueg
    Deutsche Bahn AG
    030/ 297 61133

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