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01.12.2003 – 17:39

Bundeszahnärztekammer

Bedauern und Unverständnis über Bayerns Austritt
BZÄK-Präsident Weitkamp appelliert an demokratischen Konsens

      Berlin (ots)

"Die Bundeszahnärztekammer nimmt mit Bedauern zur
Kenntnis, dass die Berufsvertretung der Bayerischen Zahnärzte aus der
Arbeitsgemeinschaft der deutschen Zahnärztekammern ab dem Jahr 2005
ausscheiden will", erklärt der Präsident der Bundeszahnärztekammer,
Dr. Dr. Weitkamp.
    
    Die bayerische Landeszahnärztekammer begründet ihre Entscheidung
offenbar mit einer unterschiedlichen Bewertung der berufspolitischen
Konsequenzen des Inkrafttretens des
Gesundheitsmodernisierungsgesetzes. Der Gesetzgeber verpflichtet
hierin die Vertragszahnärzte, sich fachlich fortzubilden und dies
nachzuweisen. Die Bundeszahnärztekammer lehnt einen staatlich
reglementierten Fortbildungszwang strikt ab. Fortbildung muss auch in
Zukunft in der Eigenverantwortung des Freien Berufes und seiner
Selbstverwaltung liegen. Die Bundeszahnärztekammer erarbeitet Konzept
und Modell zur Hilfestellung bei der eigenverantwortlichen Erfüllung
der Fortbildungspflicht. Die Regelung eines Nachweises nach Gesetz
ist Angelegenheit der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen.
    
    Wenn dies für die bayerische Landeszahnärztekammer Anlass ist,
sich zu verweigern und die weitere Mitarbeit aufzukündigen, kann das
nicht den Interessen des Berufsstandes dienlich sein. Nicht eine
Spaltung der Zahnärzteschaft und eine Zersplitterung der Kräfte ist
angesichts der Fehlentwicklungen im deutschen Gesundheitswesen und
daraus erwachsenden Bedrohungen für den Berufsstand das Gebot der
Stunde, sondern Geschlossenheit und Beharrlichkeit in der Vertretung
der Zahnärzteschaft. Im Interesse der Durchsetzungsfähigkeit und
Glaubwürdigkeit berufsständischer Belange ist eine bundesweit
agierende, gemeinsame Berufsvertretung aller deutschen Zahnärzte
unverzichtbar und in Zukunft notwendiger denn je.
    
    BZÄK Präsident Dr. Dr. Jürgen Weitkamp appelliert daher an die in
Bayern verantwortlichen Kolleginnen und Kollegen an einer
konstruktiven und sachbezogenen Arbeit weiterhin mitzuwirken.
    
    
ots Originaltext: Bundeszahnärztekammer
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Für Rückfragen:

Jette Krämer,
Tel.: 030/ 40005-150
j.kraemer@bzaek.de

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