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15.08.2003 – 11:01

Bundeszahnärztekammer

Fortsetzung erfolgloser Reglementierungswut

    Berlin (ots)

    Bundeszahnärztekammer kritisiert erhebliche Unschärfen beim Arbeitsentwurf zur Gesundheitsreform / "Fairer Wettbewerb zwischen den Kassen so nicht möglich"

    Eine Fortsetzung der Reglementierungswut der letzten 10 Jahre auf
435 Seiten sowie erhebliche Unschärfen beim Arbeitsentwurf für die
Gesundheitsreform hat die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) ausgemacht.
"Als nächstes werden wir wohl noch persönlich am Arbeitsplatz
überwacht", macht Dr. Dr. Jürgen Weitkamp, Präsident der
Bundeszahnärztekammer (BZÄK), angesichts des aktuellen
Arbeitsentwurfs zur Gesundheitsreform aus seiner Verärgerung kein
Hehl: "Das eklatante Mißtrauen im Schatten einer ausufernden
Überwachungsmentalität den Ärzten und Zahnärzten gegenüber lebt in
diesem Entwurf in einem wahren Regelungsrausch fort."
    
    Mehr Liberalität wäre beispielsweise bei der von den Versicherten
ab 2005 verlangten Zusatzversicherung zum Zahnersatz dringend
vonnöten. "Ohne Ausgliederung des Zahnersatzes aus dem
Leistungskatalog der GKV kann ich nicht erkennen, wie denn die
allseits geforderte Wettbewerbssituation zwischen gesetzlichen und
privaten Krankenkassen entstehen soll", kritisiert der Präsident der
BZÄK, Dr. Dr. Jürgen Weitkamp. "Ein fairer Wettbewerb zwischen den
Kassen, der zu einer Kostenstabilisierung beitragen könnte, ist unter
diesen Voraussetzungen jedenfalls nicht möglich."
    
    Weiterer Kritikpunkt ist die nach Auffassung der Zahnärzteschaft
überflüssige Regelung zur vertragszahnärztlichen Fortbildungspflicht.
"Vielleicht sollten die Politiker einmal von ihrem hohen Roß klettern
und auf dem Boden der Tatsachen nach Erklärungen dafür suchen, warum
die deutsche Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde im internationalen
Qualitätsvergleich (Deutsche Mundgesundheitsstudien I bis III) der
vergangenen Jahre eine Spitzenposition belegt hat", regt
BZÄK-Präsident W eitkamp an. "Das haben wir nämlich nicht über den
Einsatz von Nürnberger Trichtern, sondern über unsere, in den
Berufsordnungen festgeschriebene, standeseigene Fortbildungspflicht
erlangt." Die im Entwurf angestrebte Fortbildungsverpflichtung, die
in letzter Konsequenz gar mit Entzug der Zulassung drohe, sei nichts
anderes als eine politische Fessel mit rein populistischem
Hintergrund.
    
    Darüber hinaus gebe es keine validierte Studie, die Vorteile einer
Pflichtfortbildung belegten. Im Gegenteil, Zwänge minderten die
Bereitschaft zur Fortbildung
    
    
ots Originaltext: Bundeszahnärztekammer
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Für Rückfragen:

Frank Royer
Tel.: 030/ 40005-140
presse@bzaek.de

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