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Rheinische Post: Pflicht zur Vorsorge

Düsseldorf (ots)

Von Eva Quadbeck
Wenn es darum geht, Kinderleben zu retten, sollte jedes Mittel 
recht sein. Die Frühwarnsysteme, die Familienministerin Ursula von 
der Leyen (CDU) aufbauen möchte, sind ein guter Anfang. In einigen 
Bundesländern - beispielsweise auch in Nordrhein-Westfalen - sind 
solche Netzwerke bereits erfolgreich installiert. Sie reichen aber 
nicht aus, um alle gefährdeten Kinder zu retten. Zumal es in den 
meisten Kommunen nicht an guten Ideen fehlt, wie man den Kindern 
helfen könnte. Vielmehr mangelt es an Geld und Personal.
Ein weiteres Problem ist, dass allzu oft das Recht der Eltern über 
das Recht der Kinder auf Wohlergehen gestellt wird. So dürfen auch 
drogenabhängige und nachweislich gewalttätige Eltern wie im Fall 
Kevin ihre Kinder behalten, weil das "Familienleben" für die 
Resozialisierung der Eltern als vorteilhaft gesehen wird. Das ist ein
Skandal. Von zentraler Bedeutung für das Wohl der Kinder sind die 
ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen. Sie sollten verpflichtend 
gestaltet werden. Wenn sie nur verbindlich werden, wie es der 
Familienministerin und einem Teil der Länderminister vorschwebt, 
besteht weiter die Gefahr, dass diejenigen, die es am nötigsten 
haben, weiterhin nicht zum Arzt gehen.

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