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06.12.2005 – 20:50

Rheinische Post

Rheinische Post: Fatale Sparsamkeit

Düsseldorf (ots)

Von Gerhard Voogt
Das hat wohl jeder Autofahrer schon erlebt: In der 
Autobahnbaustelle wird es eng, weil der Nebenmann die Spur nicht 
hält. Eine lebensgefährliche Situation - auf der A 57 reichte die 
kurze Unaufmerksamkeit eines Lastwagenfahrers, um eine Katastrophe 
auszulösen. Drei Menschen starben, und wer weiß, wie viele Opfer es 
gegeben hätte, wenn der Linienbus, in den der Lkw raste, nicht leer, 
sondern voll besetzt gewesen wäre.
Albtraum Autobahnbaustelle - wer hat nicht ein mulmiges Gefühl, wenn 
der Gegenverkehr nur wenige Zentimeter am Außenspiegel vorbeirauscht.
An der Unfallstelle auf der A 57 sind die Fahrtrichtungen lediglich 
durch reflektierende Plastikbaken voneinander getrennt. Der 
Schwerverkehr fließt über den Standstreifen, eine Reifenbreite trennt
die Spur vom Acker. Ist das etwa sicher? Wohl kaum. Aber im Rahmen 
des Zulässigen, beruhigen sich die Planer. Sie wollen nichts ändern.
Die Tragödie auf der A 57 wurde nach bisherigen Ermittlungen durch 
einen Fahrfehler ausgelöst. Menschliches Versagen ist durch strengere
Sicherheitsvorschriften nicht zu verhindern. Aber die Folgen lassen 
sich eindämmen. Bei Kaarst hätte vielleicht schon ein zusätzlicher 
Teerstreifen ausgereicht, um die Tragödie zu verhindern. Fatale 
Sparsamkeit.

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