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Rheinische Post: Zocken ums Kanzleramt

Düsseldorf (ots)

Von Gregor Mayntz
Als die Wähler weder Schwarz-Gelb noch Rot-Grün die Mehrheit 
gaben, haben sie zugleich entschieden, dass die Zeit bis zur Bildung 
einer neuen Regierung eine Hoch-Zeit der Spekulationen sein würde. Wo
vieles bislang schwer Vorstellbares nun durchaus denkbar wird, sind 
in allen Winkeln sämtlicher Parteien viele mit Leidenschaft dabei, 
sich Spektakuläres zusammenzureimen. Jüngstes Beispiel: Gerhard 
Schröder verzichtet am Montagabend im Parteipräsidium auf die 
Kanzlerschaft.
Warum sollte er das tun? Noch hat er die Sozialdemokraten in 
gefühlter Siegesstimmung hinter sich. Noch versperrt er damit den 
Durchmarsch Angela Merkels an den Ort, wo sie die Richtlinien der 
Politik bestimmt. Damit die SPD für die nächsten vier Jahre möglichst
viele Richtungen dieser Richtlinien vorbestimmen kann, muss sie mit 
jedem Pfund wuchern, das ihr für Verhandlungen mit der Union zur 
Verfügung steht. Also zu allererst mit Schröder. Andererseits: 
Schröder will immer selbst handeln, niemals getrieben sein. Deshalb 
wird er, wenn er geht, lieber früher den Handelnden geben, als so 
lange zu zaudern, bis die Partei ihn drängt.
In diesem Pokerspiel ist nur eines gewiss. Hier geht es nicht um 
öffentliche Wirkung, hier geht es darum, wer besser zocken, am besten
Strippen ziehen kann. Eine Qualität, die Angela Merkel nicht 
abzusprechen ist. Sonst wäre sie nicht dort, wo sie jetzt ist.

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