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Kommentar
Die Welt mit anderen Augen sehen = Von Dorothee Krings

Düsseldorf (ots)

Nun wird in Berlin der Film gefeiert, die 70. Berlinale hat begonnen. Doch die Deutschen hadern gern mit ihren Filmfestspielen, weil im mondänen Cannes die besseren Filme laufen und in Venedig die cooleren Stars durch die Lagunen schippern. Das ist auch so.

Doch gerade die Berlinale als großes Publikumsfest mit mehr als 300.000 Besuchern führt vor, warum Filmfestivals nicht nur am Staraufkommen und am Renommee der Regisseure gemessen werden sollten: Im Kino schlüpfen Zuschauer in die Haut von Unbekannten, sie tauchen in andere Kulturen ein und sehen die Welt mit fremden Augen. Mal ist das anstrengend, mal amüsant, romantisch, abenteuerlich. In jedem Fall schulen Filme Empathie, sie üben ohne Anstrengung den Perspektivwechsel und provozieren öffentliche Diskussionen darüber, was Menschen wichtig ist. Gerade in Zeiten, in denen Hass und Hetze das Miteinander vergiften, Leute sich in ihrer Weltsicht einbunkern und Gewalt eskaliert, wächst die Bedeutung von öffentlichem Austausch. Und zwar bei der Berlinale genauso wie bei jedem der vielen kleinen Festivals, den unzähligen Filmwochen in der gesamten Republik. Und auch bei jedem Gespräch nach dem Kinobesuch unter Freunden.

Man wird in den nächsten Tagen wieder streiten über die Filmauswahl in Berlin. Den einen wird sie zu düster sein, den anderen nicht radikal genug. Das ist gut so. Solche Debatten halten die Gesellschaft lebendig. Denn es geht darin nicht nur um einzelne Filme, sondern darum, was Künstler gerade über das Menschsein erzählen. Und was jeder einzelne Zuschauer davon hält.

In Berlin wird gerade der Film gefeiert. Trotz allem. Das darf Anlass sein für Zuschauer im ganzen Land mitzufeiern - im Kino um die Ecke.

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