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Rheinische Post: Kommentar
Softdrinks besteuern = VON KIRSTEN BIALDIGA

Düsseldorf (ots) - Jedes sechste Kind in Deutschland ist zu dick. Es ist damit einem erhöhten Risiko ausgesetzt, an Diabetes zu erkranken, Herz-Kreislauf-Probleme zu bekommen, gemobbt zu werden und seine Lebenszeit beträchtlich zu verkürzen. Während aber die Zahl der betroffenen Kinder in gut situierten Haushalten sinkt, nimmt sie in sozial benachteiligten Familien zu. Dass die Gesellschaft auseinander driftet, lässt sich auch daran ablesen. Es wäre leicht, den Kindern zu helfen. Eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke und Fastfood hat schon in Großbritannien, in Mexiko und Portugal viel Gutes bewirkt. Schweden legte erfolgreich Standards für gesunde Ernährung in Schulen und Kitas fest. Andere EU-Länder führten Regelungen zur Einschränkung von Werbung für ungesunde Lebensmittel ein. In Deutschland gibt es nichts davon. Hier wird in Schulkiosken Süßes verkauft, in manchen Kitas gibt es noch immer regelmäßig Kekse. Es ist höchste Zeit für eine Steuer. Nicht nur aus ethischen, auch aus finanziellen Gründen: Die Folgekosten von Übergewicht bei Kindern liegen in dreistelliger Milliardenhöhe.

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