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Rheinische Post: Kommentar: Zu wenig Zeit für Kinder

Düsseldorf (ots) - Vor 25 Jahren ist der letzte NRW-Familienbericht erschienen. Das ist fast eine Ewigkeit her. Eine aktualisierte Fassung war daher längst überfällig. Das neue Zahlenwerk, zu dem auch eine repräsentative Umfrage unter Müttern und Vätern gehört, hat 290.000 Euro gekostet. Ob das Geld gut angelegt ist, wird sich spätestens bei dem von Ministerin Ute Schäfer noch für Herbst angekündigten NRW-Familien-Gipfel zeigen. Denn nun kommt es darauf an, Schlussfolgerungen aus der Datenfülle und der Erkenntnis zu ziehen, dass viele Eltern - zumeist berufsbedingt - über zu wenig Zeit für ihre Kinder klagen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist vor allem für die alleinerziehenden Frauen ein riesiges Problem. Betriebskindergärten könnten ebenso Abhilfe schaffen wie flexiblere Arbeitszeiten. Hier ist zwar schon einiges in Bewegung geraten, aber bei weitem noch nicht genug. Auch die Öffnungszeiten der Kitas müssten beweglicher gestaltet werden. Doch statt dessen schwebt über den Kita-Eltern derzeit wieder das Damoklesschwert neuer Kindergarten-Streiks.

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