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Rheinische Post: Kunstfehler vermeiden

Düsseldorf (ots) - Die jährlichen Statistiken zu Kunstfehlern sollten kein Anlass zur allgemeinen Stimmungsmache gegen Ärzte sein. Sie müssen aber, insbesondere für Ärzte, Pflegepersonal und Klinik-Manager, Anlass zur Selbstvergewisserung sein. Denn die Daten der Kassen weisen Jahr um Jahr vermeidbare Fehler nach. An zwei Schrauben lässt sich drehen: Die Kliniken müssen personell so ausgestattet sein, dass Ärzte und Pfleger die Chance haben, alle Vorgaben für die Sicherheit von Patienten zu erfüllen - beispielsweise, dass ein Patient vor der Anästhesie zweimal von Arzt und Pflegekraft gefragt wird, wer er ist und was gemacht werden soll. Dann wird garantiert das richtige Knie operiert. Viel Verantwortung trägt auch die kaufmännische Leitung einer Klinik. Die Ärzte haben Recht mit dem Hinweis, dass die Fehleranfälligkeit unter hohem Arbeitsdruck steigt. Darüber hinaus bedarf es eines zentralen Registers für Behandlungsfehler. Je umfassender und gründlicher die Statistik geführt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, aus den Fehlern der anderen lernen zu können.

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