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Rheinische Post: Umstrittenes Jagdgesetz Von Detlev Hüwel

Düsseldorf (ots) - Selten waren die Fronten so verhärtet wie beim nordrhein-westfälischen Jagdgesetz. Den Naturschützern geht der Entwurf des grünen Umweltministers Johannes Remmel nicht weit genug, während die Jäger Sturm dagegen laufen. Vor allem auf Intervention der SPD sind inzwischen etliche Änderungen vorgenommen worden. So sollen die Kommunen nun doch nicht Möglichkeit erhalten, die Jagdsteuer wiedereinzuführen. Beim Abschussverbot von Hauskatzen blieb der Entwurf indes unverändert. Bislang dürfen herumstreunende Katzen von den Jägern erlegt werden. Bis zu 9000 Katzen wurden allein in NRW pro Jahr getötet. Das ist in Zukunft verboten. Dass die Unterhändler von SPD und Grünen bis gestern um das Schicksal der Waldschnepfe feilschten, ist ein Stück Realsatire: Auf Wunsch der SPD kommt der Vogel zwar auf die Liste der jagdbaren Arten, aber er steht auf Betreiben der Grünen ganzjährig unter Schutz. Könnten Außerirdische dieses Treiben beobachten, würden sie wohl sagen: "Die spinnen, die Politiker in Nordrhein-Westfalen."

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