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Rheinische Post: Pflege-Kosten müssen transparenter werden Kommentar Von Eva Quadbeck

Düsseldorf (ots) - Bei der Finanzierung der Pflege gilt das simple Prinzip: Wenn man am einen Ende der Decke zieht, wird sie am anderen Ende kürzer. Wer an Personal und Ausstattung spart, kann keine gute, umsorgende Pflege erwarten. Mit anderen Worten: Wir müssen uns bei der Pflege auf weiter steigende Kosten einstellen, wenn eine gute Versorgung aller Pflegebedürftigen in unserer alternden Gesellschaft der Standard sein soll. Es muss aber transparent werden, wohin das viele Geld für die Pflege fließt. Die Frage, warum in NRW die Heime so viel teurer sind als anderswo, kann bislang nicht zufriedenstellend beantwortet werden. Dass die Kosten im Osten niedriger liegen als im Westen, lässt sich durch die Unterschiede der Lohn- und Lebenshaltungskosten erklären. Doch begründet dies nicht die Spitzen-Preise in NRW. Das Ärgernis der hohen Heim-Kosten an Rhein und Ruhr ist schon seit vielen Jahren bekannt. Bislang ist die Politik daran gescheitert, die Heimbetreiber zu echter Transparenz zu zwingen. Dafür muss es einen neuen Anlauf geben. Dies gilt insbesondere, weil immer mehr Senioren die Heimkosten nicht mehr alleine tragen können und stattdessen der Staat oder die Kinder einspringen müssen.

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