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Rheinische Post: Gequälte Flüchtlinge - eine Schande für NRW Kommentar Von Martina Stöcker

Düsseldorf (ots) - Sie wähnten sich in Sicherheit, in einem reichen Land, in dem es Frieden und Sicherheit gibt. Doch einige Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Burbach müssen andere Erfahrungen gemacht haben: Wachleute sollen sie drangsaliert, misshandelt und erniedrigt haben. Die Bilder, mit denen die Beschuldigten ihre Taten dokumentierten, erinnern in ihrer Symbolik an Guantanamo, an das irakische Schreckensgefängnis Abu Ghraib und an Täter, denen jegliche Achtung der Menschenwürde abgeht. Die Fotos sind aber mitten im Siegerland entstanden, und sie sollten alle Nordrhein-Westfalen beschämen, weil unser Land anscheinend nicht in der Lage ist, die Flüchtlinge, von denen viele in ihrer Heimat Schreckliches erlebten, besser zu schützen. Innenminister Ralf Jäger (SPD) kündigte zwar schon ein hartes Vorgehen an. Aber nicht nur er, sondern auch die Bezirksregierung Arnsberg und der Träger, das Unternehmen "European Homecare", müssen sich Fragen gefallen lassen, warum die Mitarbeiter in einem solch sensiblen Bereich nicht besser überprüft werden - schließlich ist das Heim für die Menschen das erste Zuhause nach ihrer Flucht. Dass dort solche Zustände herrschten, ist unverzeihlich.

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