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Rheinische Post: Gewalt in Nahost Kommentar Von Gregor Mayntz

Düsseldorf (ots) - Woran liegt es, dass Palästinenser und Israelis immer noch nicht zu dauerhaftem Waffenstillstand und Verhandlungen über eine langfristige Verständigung finden? Weil schon diese einfache Frage nicht eindeutig beantwortet werden kann. Israel ist zwar noch nicht "fertig" mit der Zerstörung terroristisch genutzter Tunnel-Infrastruktur, aber es müsste doch wissen, dass noch in der Sekunde, in der der "letzte" Tunnel gesprengt ist, der erste wieder gegraben wird. Aber so wie die Hamas-Raketen erstmals jeden Ort Israels bedrohen, ist die Zustimmung der Bevölkerung zum Feldzug der Streitkräfte gegen die Hamas so groß wie nie, auch wenn täglich israelische Familien um gefallene Söhne und Töchter weinen. Ganz besonders, wenn nun israelische Soldaten entführt werden. Diese neuerliche Spirale der Gewalt dreht sich zudem vor dem Hintergrund des Syrien-Krieges. Den hat die Welt nicht gestoppt. Nicht nach 1000 Toten, nicht nach 10.000 Toten, nicht nach 170.000 Toten. Der tödliche Hass scheint die Region derzeit mehr zu prägen als jeder Rest von Vernunft.

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