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Rheinische Post: Kommentar
Berlin im Drogensumpf = Von Jan Drebes

Düsseldorf (ots) - Die Unschuldsvermutung muss weiterhin für den SPD-Abgeordneten Michael Hartmann gelten, dem der Besitz von Drogen vorgeworfen wird. Zumal die Berliner Fahnder kein Rauschgift in seiner Wohnung finden konnten. Entwarnung bedeutet das für den bisherigen innenpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion aber noch lange nicht. Denn die Immunität eines Bundestagsmitglieds wird nicht leichtfertig aufgehoben, es braucht einen handfesten Tatverdacht - die Ermittlungen gehen jetzt weiter. Aber ganz egal, ob sich Hartmann etwas zu Schulden hat kommen lassen: Der Fall wirft nun auch wieder das mediale Scheinwerferlicht auf den Berliner Drogensumpf. Und das ist gut so. Denn dort wird tagsüber in U-Bahnhöfen, Parks und an Kreuzungen mit den härtesten Rauschmittlen wie Crystal Meth gedealt. Und das Internet ist voll mit Tipps, wie man nachts in Clubs und Bars an Kokain kommen kann. Längst ist die Berliner Polizei dazu übergegangen, den Haschisch-Konsum in der Öffentlichkeit in Grenzen zu tolerieren. Bei harten Drogen aber muss Schluss sein - und viel härter durchgegriffen werden.

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