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Vertrauen für die EU = Von Anja Ingenrieth

Düsseldorf (ots) - Für Europa geht es bei dieser Wahl darum, Vertrauen zurückzugewinnen. Auch deshalb wurden erstmals EU-weite Spitzenkandidaten benannt. Auch wenn das Duell zwischen Sozialdemokrat Martin Schulz und dem konservativen Jean-Claude Juncker mangels programmatischer Unterschiede eher wie ein Duett wirkte: der Wahlkampf war diesmal kein rein nationaler wie sonst bei Europawahlen üblich - dies ist ein Fortschritt. Umso wichtiger, dass die EU ihre Vertrauens-Gewinn-Mission nun nicht versaut. Viele Bürger gehen wählen, weil ihnen versprochen wurde, dass sie erstmals die Führung der mächtigen Brüsseler Kommission bestimmen können: Der Spitzen-Kandidat der stärksten Partei soll Chef der EU-Exekutive werden. Nun regt sich unter anderem in London der Wunsch, im Kreise der EU-Chefs doch lieber einen Überraschungs-Kandidaten aus dem Hut zu ziehen. Zwar könnte das Europäische Parlament diesen ablehnen. Doch die EU kann einen solchen Machtkampf ebenso wenig gebrauchen wie eine Verdummung der Wähler.

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