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Rheinische Post: Kommentar
Ernste Fragen nach Ende der Geiselnahme = Von Godehard Uhlemann

Düsseldorf (ots) - Ende gut, alles gut? So einfach lassen sich die Umstände der Geiselnahme in der Ost-Ukraine nicht vom Tisch wischen. Die zwölf OSZE-Beobachter, unter ihnen vier Deutsche, sind frei und wohlbehalten daheim. Nun beginnt in Berlin die politische Aufarbeitung einer Mission, die missglückt ist. Warum reisen Soldaten in Zivil in ein Krisengebiet? Mit welchem Mandat und außerhalb einer zeitgleichen OSZE-Sondermission, die Sinn macht? War das unklug oder dilettantisch? Wer hat den Einsatz befohlen und warum? Eine tschechische Geisel spricht am Wochenende gar von Lebensgefahr. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen schuldet der Öffentlichkeit überzeugende Erklärungen. Wer die Ukraine-Krise entschärfen will, sollte dies über diplomatische Kanäle und abgestimmt mit den Verbündeten Richtung Moskau tun. Da sitzen die wirklichen Regisseure des Konfliktes. Die Krise in der Ukraine eskaliert zu immer mehr Gewalt mit immer mehr Toten bei abnehmender Vernunft. Die Folgen für Moskau: weitere wirtschaftliche Sanktionen, aber auch die Rückbesinnung der Nato auf ihre eigentliche Verteidigungsaufgabe. Das Moskauer Verhalten zwingt die Nato zu einer Strategie wieder wachsender militärischer Stärke.

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