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Rheinische Post: Eskalation der Gewalt Kommentar Von Doris Heimann

Düsseldorf (ots) - Die ersten Todesopfer in Kiew werden die pro-europäische Oppositionsbewegung noch weiter radikalisieren. Vermutlich wird nie geklärt werden, wer die Schuld am Tod der Demonstranten hat. Fest steht jedoch, dass Präsident Viktor Janukowitsch die Hauptverantwortung dafür trägt, dass die Situation in seinem Land derart eskaliert ist. Die wiederkehrende Polizeigewalt als Mittel zur Eindämmung der Proteste, die Annahme eines Milliardenkredits aus Moskau, schließlich die Verabschiedung repressiver Gesetze, die die Bürgerfreiheiten massiv einschränken - das alles provozierte mehr Widerstand. Verhandeln bringt nichts, Gewalt ist das einzige Mittel - zu dieser Schlussfolgerung kommen offenbar immer mehr Demonstranten. Doch auch die Führer der Opposition tragen eine Mitschuld an der Eskalation der Gewalt. Sie überschätzen ihre Kräfte maßlos und stellen unrealistische Maximal-Forderungen. Das war keine Basis für einen Dialog. Und jetzt ist die Situation so verfahren, dass eine friedliche Lösung des Konflikts kaum noch denkbar ist.

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