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Rheinische Post: Kommentar
Hilfe für Geburtshelfer = Von Martina Stöcker

Düsseldorf (ots) - Was wird in diesem Land über Gebärfaulheit geklagt, über Kinderbetreuung und "Herdprämien" gestritten - zugleich ist die Politik nicht willens oder in der Lage, freiberufliche Hebammen bei der Ausübung ihres Berufes zu unterstützen. Denn für viele von ihnen lohnt sich die Geburtshilfe nicht mehr wegen hoher Haftpflichtprämien. Dass Kinder, die bei der Geburt geschädigt werden, ein Leben lang abgesichert sind, ist richtig. Dass Menschen, die Fehler machen, dafür geradestehen müssen, auch. Aber dass die Prämien stetig steigen, der Verdienst aber gleich bleibt, kann nicht sein. Andere Länder machen es vor: Sie stützen die Hebammen und zahlen in Fonds, aus denen die Haftpflicht mitbestritten wird. Es geht darum, Risiken abzusichern und Garantien zu übernehmen. Vor gar nicht langer Zeit hat sich der deutsche Staat zu solch einer Maßnahme entschieden - damals ging es aber um Rettungspakete für Banken. Hebammen warten schon lange auf ein ähnliches Signal. Die Hilfe für sie wäre nicht nur günstiger, sondern auch eine Investition in die Zukunft.

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