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Rheinische Post: Die Last der Pflege

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Eva Quadbeck:

Die Kosten für die Pflege sind zurzeit für die Allgemeinheit recht gut zu schultern, weil es Hunderttausende von Angehörigen gibt, die ihre nahen Verwandten zu Hause pflegen. Dies ist für die Sozialkassen die günstigste Variante. Der Einsatz ambulanter Pflegedienste kostet mehr, ein Heimplatz sowieso. Für die meisten Pflegebedürftigen wird es wohltuend sein, dass sie sich nicht in fremde Hände begeben müssen. Doch für viele Angehörige ist die Pflege eine seelische und körperliche Belastung, die an der Gesundheit zehrt. Der Befund, dass pflegende Angehörige ein deutlich erhöhtes gesundheitliches Risiko tragen, darf nicht einfach nur zur Kenntnis genommen werden. Die anstehende Pflegereform muss darauf reagieren. Mit geringem finanziellem Aufwand kann pflegenden Angehörigen geholfen werden: Gesprächsangebote in Selbsthilfegruppen und Begleitung durch professionelle Pflegekräfte könnten die Angehörigen seelisch stärken und ihnen fachliche Hilfen geben. Gesellschaftliche Anerkennung für pflegende Arbeit ist ebenfalls eine gute Vorsorge gegen Mutlosigkeit und depressive Verstimmungen. Eine solche Aufwertung lässt sich allerdings nicht per Gesetz verordnen.

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