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Rheinische Post: Kind statt Krise Kommentar Von Gregor Mayntz

Düsseldorf (ots) - Neun Monate nach einem Stromausfall werden mehr Kinder geboren. Das zeigen Statistiken aus New York seit Jahrzehnten: Wenn der Fernseher verstummt, wächst offenbar der Wunsch auf Nachwuchs. Je dunkler die Gegenwart, desto optimistischer die Familienplanung? Die Erfahrungen in den neuen Bundesländern widersprechen dem. Als dort die Betriebe in die Pleite gingen, sackte die Geburtenrate in den Keller. Schrumpfende Städte und überalterte Gemeinden gibt es auch im Westen. Es ließ deshalb schon vor einiger Zeit aufhorchen, dass laut Umfragen die heutige Jugend den Kinderwunsch mehr und mehr in den Mittelpunkt stellt. Die Bestätigung liefern die Statistiker. Danach ist dieses Jahr ein lange nicht gekannter Baby-Boom zu verzeichnen. Mit einem Höhepunkt ausgerechnet im September! Also neun Monate nach der Untergangsstimmung von Ende 2009. Es herrschte verbreitete Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung und die Dauer der größten Krise der Nachkriegszeit. Die Kanzlerin gab damals den Vorsatz aus, Deutschland sollte stärker aus dieser Krise herauskommen, als es in sie hinein rutschte. Über eine Million junger Mütter und Väter haben darauf eine lebendige und optimistische Antwort gegeben.

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