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Rheinische Post: Armer Lebensabend Kommentar Von Birgit Marschall

Düsseldorf (ots) - Noch steht Deutschland im internationalen Vergleich recht gut da: Der Anteil derer, die im Alter auf niedrigstem Einkommensniveau leben müssen, ist hierzulande noch deutlich kleiner als etwa in Großbritannien, in den USA oder auch in Frankreich. Doch dieser positive Befund dürfte sich bald ändern: Hunderttausenden, die in den nächsten Jahrzehnten das Rentenalter erreichen, droht auch in Deutschland ein Lebensabend in Armut. Die Gründe dafür sind vielfältig: Ein lebenslanger, sozialversicherungspflichtiger Vollzeitjob gehört heute nicht mehr zu den Selbstverständlichkeiten - genauso wenig wie eine dauerhaft gut bezahlte Stelle. Die Lebenserwartung ist gestiegen, das Ersparte fürs Alter muss heute länger halten. Nicht jeder hat zudem die Aufforderung der Regierung ernst genug genommen, mehr für das Alter vorzusorgen. Die Bundesregierung wird darauf Antworten finden müssen. Sie sollte die Anreize für Menschen im Erwerbsalter nochmals steigern, nicht in Langzeitarbeitslosigkeit zu verharren, höhere Einkommen zu erzielen und privat besser vorzusorgen. Eine Aufstockrente für Geringverdiener, die ihr Leben lang in die Rentenkasse eingezahlt haben und dennoch zu geringe Renten erwarten, wäre eine der Lösungen.

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