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Rheinische Post: Der Papst in Berlin

Düsseldorf (ots) - Zur Freiheit gehört es, den Papst und das, was er zu sagen hat, zu ignorieren. Ob solche Entschiedenheit gegenüber einem der wenigen Großgelehrten unserer Zeit der Erweiterung des geistigen Horizonts dient, darf bezweifelt werden. Aber jeder hat das Recht, in seiner Entwicklung zu verharren. Die Verfassungsgrundrechte zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und zur Meinungsfreiheit gelten auch für Bundestagsabgeordnete, wenn sie dem Parlaments-Besucher Benedikt XVI. im September 2011 demonstrativ Desinteresse bekunden. Gebote der Höflichkeit stehen in keinem Pflichtenbuch für Volksvertreter. Wäre es anders, müsste man den Parteigrünen und Gesinnungslinken Christian Ströbele für einen sonderbar Pflichtvergessenen halten. Ströbele steht exemplarisch für eine Gruppe von gestrigen, gedanklich unbeweglichen SPD- und Grünen-Abgeordneten, denen es frei nach Einstein wohl leichter fiele, ein Atom zu spalten als ihre anti-päpstlichen Vorurteile. Benedikt, das lehrt nicht zuletzt sein jüngstes Interview-Buch, besitzt genügend Verstand und Herz, die Irrungen und Wirrungen von Ströbele und Co. als Zeitgeist-Erscheinungen einzuordnen. Und wer diesen Zeitgeist heiratet, ist bekanntlich schnell verwitwet.

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