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Rheinische Post: Hiroshima mahnt

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Godehard Uhlemann:

Die beiden Atombombenabwürfe vor 65 Jahren auf Hiroshima und Nagasaki wirken in ihrer Bedeutung weit über Japan hinaus. Die Japaner haben leidvoll erfahren, wie solche Waffen auf Leben wirken, wie sie Massentod verbreiten und Grauen schaffen. Eine solche Erfahrung wird zur Mahnung an uns alle, es nie wieder so weit kommen zu lassen, dass Atomwaffen eingesetzt werden. Seit Hiroshima steht die Welt insgesamt unter einer beispiellosen Vernichtungsbedrohung mit Wettrüsten und kalt kalkulierter Waffenmodernisierung. Mit den heute mehr als 20 000 Atomwaffen ließe sich der blaue Planet und mit ihm alles Leben völlig vernichten. Japans Regierungschef Kan spricht seinem Land die moralische Verantwortung zu, die Bemühungen um eine atomwaffenfreie Welt anzuführen. Die wird wohl Vision bleiben. Doch schon spürbare Abrüstung kann nur gelingen, wenn alle Atommächte mitziehen. US-Präsident Barack Obama hat wiederholt erklärt, er werde sich für eine solche Welt einsetzen. Doch er weiß auch, dass diese Massenvernichtungswaffe nicht "zurückerfunden" werden kann. Wir müssen abrüsten und unser Verantwortungsbewusstsein für die Schöpfung stärken - und Größenwahnsinnige hindern, Atomwaffen zu bekommen.

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