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Rheinische Post: Vergiftetes Angebot

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Detlev Hüwel:

Die Behauptung, die NRW-CDU wolle sich bei der Vergabe von Posten mit der Linkspartei arrangieren, klingt geradezu aberwitzig. Aber sie ist listig erfunden: Auf diese Weise kann Rot-Grün davon ablenken, dass Hannelore Kraft demnächst mit den Stimmen der Linkspartei das Amt der Ministerpräsidentin übernimmt und ihre Minderheitsregierung in hohem Maße vom Wohlverhalten der Linken abhängig bleiben wird. Dass sich Politiker im Landtag nicht völlig aus dem Weg gehen können und natürlich miteinander über alles Mögliche reden, besagt noch gar nichts. Etwas anderes wäre es, wenn sich Unionspolitiker, die zur ersten und nicht zur dritten Reihe gehören, um eine Vereinbarung mit der Linken bemühen würden. Aber das glaubt wohl niemand ernsthaft. Zudem haben die Linken gerade gestern erst angekündigt, den CDU-Kandidaten Eckhard Uhlenberg als neuen Landtagspräsidenten mitzuwählen - und zwar ganz ohne Gegenforderung. Doch die scheinbar großzügige Offertet ist vergiftet: Die Linke weiß, dass sie die CDU damit in große Schwierigkeiten bringt. Denn die Union kann das Angebot gar nicht ablehnen - die Wahl ist geheim. Doch warten wir ab, wie am Ende das Stimmenergebnis aussieht.

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