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Rheinische Post: Grüner Machtpoker Kommentar Von Gerhard Voogt

    Düsseldorf (ots) - Die Grünen in NRW wollen nach der Landtagswahl im Mai Regierungsverantwortung übernehmen. Der Fehlstart der schwarz-gelben Koalition in Berlin verleiht ihnen die Hoffnung, dass auch CDU und FDP in Düsseldorf ihren Vorsprung verlieren. Der Poker um mögliche Koalitionen hat begonnen. "Wir fahren auf Sicht", sagen die Grünen. Fast alle Türen auf dem Weg zur Macht scheinen offen zu stehen. Stimmt das tatsächlich? Für Rot-Grün allein wird es aus derzeitiger Sicht wohl keine Mehrheit im Düsseldorfer Landtag geben. Auch eine Ampel von SPD, FDP und Grünen erscheint unwahrscheinlich, da die Spitzen von Grünen und Liberalen in NRW einander spinnefeind sind. Gegen eine Koalition mit der Linkspartei gibt es in Fraktionskreisen ebenfalls starke Bedenken. Eine Jamaika-Zusammenarbeit mit CDU und FDP wird ausgeschlossen. Was bleibt übrig? Schwarz-grün. Doch auch hier scheinen die Gegensätze unüberwindbar zu sein. In der Schulpolitik und beim Kraftwerksneubau müsste sich die Union deutlich auf die Grünen zu bewegen, wenn die Basis der Grünen dem Pakt zustimmen soll. "Auf Sicht" zu fahren ist keine rosige Perspektive. Die Reise kann auch da enden, wo sie startet: in der Opposition.

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