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Rheinische Post: Ärzte in der Kritik von Eva Quadbeck

    Düsseldorf (ots) - Den Ärzten droht ein Imagewechsel von Halbgöttern in Weiß hin zu Schwarzen Schafen im weißen Kittel. Die Vorwürfe, dass sie Krankenhäuser unter Druck setzen, um mehr Honorar zu erzielen, betreffen nicht die breite Masse. Doch diese Vorwürfe reihen sich ein in eine Kette ähnlicher Vorhaltungen. Einige Mediziner sollen in Absprache mit Krankenkassen ihre Patienten auf dem Papier kränker gemacht haben, als sie es eigentlich sind, um mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds zu ziehen. Anderen Ärzten wird vorgehalten, von Pharmakonzernen Geschenke für das Verordnen bestimmter Arzneien angenommen zu haben. Während der Auseinandersetzungen um die Honorare gab es zudem Klagen von Versicherten über Vorkasse-Forderungen. Am Ende zeigte sich, dass die Ärzte protestierten, während ihre Einnahmen saftig stiegen. Alle Fälle, in denen die Vorwürfe zutreffen, sind zum Nachteil der Patienten. Angesichts der Fülle an Vorhaltungen müssen sich die Mediziner Sorge um ihren Ruf machen. Dass unser Gesundheitssystem mit Deckelung von Leistungen, teilweise ungerechter Honorierung und komplizierten Abrechnungsmodellen zum Umgehen von Regeln einlädt, ist eine Erklärung, aber keine Entschuldigung für das Verhalten mancher Ärzte.

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