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Rheinische Post: Mallorca im Griff des Eta-Terrors

    Düsseldorf (ots) - von Godehard Uhlemann

    Die Tage des Terrors auf Mallorca, so ist zu befürchten, sind noch längst nicht vorbei. Die baskische Untergrundorganisation Eta, die mit rückwärtsgewandtem Blick entgegen der überwiegenden Meinung der Basken für einen unabhängigen Staat bombt, hat Mallorca als neues Zielgebiet erkannt. Bisher galt die Ferieninsel als sicher, weil den Bombenlegern für ihre Taten an einer schnellen und unkomplizierten An- und Abreise gelegen ist. Die neuen Anschläge auf Restaurants und ein Einkaufszentrum sind ein Schlag für die Sicherheitsexperten. Sie hatten nach dem ersten Anschlag Ende Juli die Insel abgeriegelt, hatten das Eiland durchkämmt  bislang ohne Erfolg. Nun müssen sie zur Kenntnis nehmen, dass die Eta in der Lage ist, vor den Augen der auf Mallorca urlaubenden Königsfamilie Anschläge zu verüben. Das provoziert die Frage, wie sicher das Staatsoberhaupt ist, wie sicher die vielen Urlauber sind, darunter 200 000 Deutsche. Spanien hat im Kampf gegen den Terror in den vergangenen Jahren durchaus Erfolge erzielt. Es hat aber nicht verhindern können, dass radikale und gewaltbereite junge Leute für die Eta gewonnen werden konnten. Die nationalistischen Parteien im Baskenland haben parlamentarisch die Mehrheit verloren. Doch der Hass Weniger auf Madrid reicht für die neue Qualität des Terrors, die Mallorca erreicht hat.

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