Rheinische Post

Rheinische Post: Warnung an Iran

    Düsseldorf (ots) - Von Godehard Uhlemann

    Die G-8-Führer lassen die Muskeln spielen. Sie setzen dem Iran eine Frist bis September, um den Atomstreit auf dem Verhandlungsweg zu bereinigen. Doch ein solches Ultimatum macht nur Sinn, wenn das Fähnlein der acht Aufrechten auch zur Durchsetzung von Konsequenzen gewillt ist. Geschieht das nicht, müssen sie einen enormen Ansehensverlust hinnehmen. Konsequenzen sind nicht gleichbedeutend mit Krieg. Das Arsenal der Druckmittel ist angefüllt mit einer Reihe von Möglichkeiten. Sie reichen von Sanktionen bis hin zur kompletten Isolation. Doch wird und will die Weltgemeinschaft das am Ende durchsetzen? Auch wenn Russland die G-8-Entscheidung im Grundsatz mitträgt, bleibt die Frage offen, wie weit Russland und auch China gewillt sind, Iran die Daumenschrauben anzulegen. Iran wird dem gelassen entgegensehen. Es weiß, dass die Anti-Front rasch wankt. Teheran hat längst verinnerlicht, dass Politik von Interessen geleitet ist. Der erhobene westliche Zeigefinger an die Adresse Teherans nach seiner schamlosen Wahlmanipulation und der ausufernden Gewalt gegen die Opposition war keine ernsthafte Drohgebärde. Er war eine Geste, mehr nicht. Geschieht das im September erneut, dann hat der Iran bald seine Atombombe.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Rheinische Post

Das könnte Sie auch interessieren: