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29.05.2009 – 20:24

Rheinische Post

Rheinische Post: Neuer Rabatt-Ärger

Düsseldorf (ots)

von Antje Höning
Medikamente zählen zu den stärksten Kostentreibern im 
Gesundheitswesen. Vor allem bei patentfreien Arzneien ist Deutschland
ein Hochpreisland. Daher ist es ganz im Sinne der Beitragszahler, 
wenn die Krankenkassen Druck auf die Pharmahersteller ausüben. 
Rabattverträge sind allerdings nicht das richtige Mittel, um die 
Hersteller zu Preisnachlässen zu zwingen. Das wird sich ab Dienstag 
wieder in den Apotheken zeigen, wenn die neuen Rabattverträge der AOK
in Kraft treten.
Gewiss: Jeder Patient bekommt weiter den Wirkstoff, den sein Arzt ihm
verordnet hat. Doch gerade für Ältere ist es schwer, sich an neue 
Hersteller, neue Verpackung und möglicherweise neue Dosierungen zu 
gewöhnen. Das aber muss der AOK-Patient nun bereits zum dritten Mal 
seit 2007. Zudem hat die AOK erneut für manchen Wirkstoff kleine 
Hersteller ausgesucht, an deren Lieferfähigkeit Zweifel bestehen. 
Folglich wird es wieder viele Fragen, Wartezeiten und Ärger in den 
Apotheken geben. Nun zahlt die AOK jeder Apotheke 1000 Euro - 
offiziell für die verstärkte Beratung, aber wohl auch als 
Stillhalte-Prämie, um eine neue Wutwelle der Pharmazeuten zu 
verhindern. An den Fehlern im System, das keinen echten Wettbewerb 
zulässt, ändert das nichts.

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