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Rheinische Post: Dritte Kraft FDP Kommentar Von Reinhold Michels

    Düsseldorf (ots) - Das Wahljahr 2009, das am Sonntag in Hessen beginnt und am 27. September in der Bundestagswahl gipfelt, könnte zum Jahr der Liberalen werden. Ihr Wiedererstarken zeichnet sich seit geraumer Zeit ab. Spätestens seit sie sogar in Bayern mitregiert, muss man mit ihr rechnen. Die neue politische Festigkeit des FDP-Vorsitzenden Westerwelle, der vor wenigen Jahren noch im Ruf eines Luftikusses stand, der nicht erwachsen werden mochte, symbolisiert das, was am Sonntag bei der Landtagswahl in Hessen zu erleben sein wird: eine FDP als dritte Kraft wie einst im Mai der Bonner Republik. Gespannt wird man beobachten, ob die Liberalen, wenn sie im Frühjahr dann womöglich in fünf großen Bundesländern mitregieren, ihre Stärke im Bundesrat verantwortungsvoll und umsichtig nutzen, oder ob sie nach dem schlechtem Vorbild des SPD-Chefs Lafontaine aus den neunziger Jahren der Bundesregierung Steine in den Weg rollen, auf dass nichts mehr gut voran gehe in Deutschland. Hessens FDP-Spitzenmann Hahn steht für bürgerliches Maß, nicht für Kraftprotzerei. Das ist zwar wenig aufregend, aber erfolgversprechend. Die Hallodri-FDP ist endlich passé, was auch Beispiele aus Niedersachsen und NRW belegen.

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