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Rheinische Post: Studieren in NRW

    Düsseldorf (ots) - Von Gerhard Voogt

    Der Niederrhein soll eine neue Fachhochschule erhalten. Das will das Landeskabinett heute verkünden. Eine gute Nachricht für die Region. Bislang war der Nordwesten von NRW ein weißer Fleck auf der Hochschullandkarte. Sowohl Kamp-Lintfort als auch der Kreis Kleve sind noch im Rennen. Beide können Strukturhilfe gut gebrauchen. Kamp-Lintfort wird durch das Aus der Steinkohle gebeutelt, der Schock nach der BenQ-Pleite sitzt noch tief. Kleve leidet unter dem Abzug der Lebensmittel- und der Schuhindustrie, beim Elektronik-Hersteller Fuji drohen Entlassungen. Die Fachhochschule könnte sich jetzt zu einem Jobmotor entwickeln. Aber es gibt noch mehr Gewinner. Die Schulabgänger müssen künftig nicht zwingend abwandern, wenn sie eine Hochschulausbildung machen wollen. Mehr Studienplätze sind wichtig, da 2013 durch das "Turbo-Abi" gleich zwei Abi-Jahrgänge an die Unis drängen. Auch die innovativen Firmen am Niederrhein profitieren. Sie werden künftig leichter qualifiziertes Personal in Standortnähe finden. Wünschenswert wäre, wenn die Standorte Kamp-Lintfort und Kleve zusammenarbeiten könnten. Dann gäbe es nicht nur einen, sondern zwei Sieger.

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