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Rheinische Post: Merkels Tour

    Düsseldorf (ots) - von Stefanie Winkelnkemper

    Auf dem Weg zur "Bildungsrepublik Deutschland" tourt Bundeskanzlerin Angela Merkel durch Kindergärten, Schulen und Hochschulen. Dabei wird sie für die Wahl ihrer Ziele scharf kritisiert. Beobachter werfen ihr Selbstdarstellung und Schaulaufen vor, weil Merkel ausschließlich Vorzeige-Einrichtungen besucht. Doch damit liegt sie eigentlich genau richtig. Die Kanzlerin sammelt Ideen, die das Bildungswesen voran bringen. Negativbeispiele muss niemand suchen, sie sind bekannt. Jedes Jahr verlassen rund 80 000 junge Menschen in Deutschland ohne Abschluss die Schule und finden nur schwer einen Ausbildungsplatz. Merkel muss das Heft in die Hand nehmen, auch wenn sie damit die Länderkompetenz anrührt. Die Länder aber hatten ihre Chance. In einigen Fällen hielten sie nicht, was sie versprachen. Die Schulabbrecher-Quote etwa konnte nicht halbiert werden, der Fachkräftemangel in den technischen Fächern weitet sich dramatisch aus. Der Bund sollte daher Impulse geben. Gleichzeitig dürfen die Länder zu Recht stolz auf das sein, was sie Merkel bei ihrer Bildungstour vorführen. Viele engagierte Minister, Lehrer und Erzieher bringen etwas in Gang, das sich lohnt, auf Bundesebene diskutieren zu werden.

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