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Rheinische Post: Hoffnung für Irak

    Düsseldorf (ots) - von Godehard Uhlemann

    Washington und Bagdad haben einen Abzugsplan für die US-Truppen aus dem Irak erarbeitet. Prima möchte man ausrufen, endlich ist das Abenteuer vorbei und der Frieden zieht in der gebeutelten Region ein. Die Abzugs-Nachricht schafft Erleichterung, nicht nur für Amerikaner und Iraker. Die Welt kann aufatmen, denn sie hat ein Problem weniger. Wirklich? Natürlich klingt es gut, dass die US-Soldaten bis Ende 2011 aus dem Irak abziehen sollen. Doch niemand hat verbindlich gesagt, dass sie dies auch unwiderruflich tun werden. Die Architekten des Abzuges haben nur Ziele formuliert, mehr nicht. Wenn sich die Rahmenbedingungen verschlechtern, können und werden auch die Zielvorgaben angepasst. Das ist beiden Seiten klar. Der Irak befindet sich auf dem richtigen Weg, auch wenn es noch immer zu Terror und Gewalt kommt. Es gilt festzuhalten, dass beides spürbar nachgelassen hat, dass die Iraker immer mehr Kontrolle im eigenen Land ausüben und die Autorität der Regierung in Bagdad wächst. Der Abzugsplan hat aber auch einen inner-amerikanischen Aspekt. Präsident Bush will das Thema mit ermutigenden Signalen aus dem Wahlkampf bringen, um die Chancen seiner Partei bei der Präsidentenwahl zu wahren.

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