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Rheinische Post: Rüttgers und Rau

    Düsseldorf (ots) - von Gerhard Voogt

    Die NRW-FDP hat Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) davor gewarnt, sich in die Traditionslinie seines Amtsvorgängers Johannes Rau (SPD) einzureihen. In diesem Jahr jährt sich Raus Vereidigung zum Regierungschef von NRW zum 30. Mal. Rüttgers erwägt, das Jubiläum durch eine Erklärung und hochkarätig besetzte Gesprächsrunden zu würdigen. Am Umgang mit Raus Erbe scheiden sich die Geister. Die Strippenzieher in der CDU-Zentrale glauben, durch Anleihen bei dem "Versöhner" im SPD-Lager punkten zu können. Vielen enttäuschten Sozialdemokraten ist Rau eine Ikone. "Wir in NRW"  mit diesem Slogan erzielte die SPD 1985 mit 52,1 Prozent das beste Wahlergebnis ihrer Geschichte. Die Ära Rau war keine gute Zeit für die CDU. Das ist der Haken an der Rau-Verehrung. Mit Kurt Biedenkopf, Bernhard Worms, Norbert Blüm und Helmut Linssen sind bekannte Vertreter der NRW-CDU als Rau-Herausforderer unterlegen. Manche Christdemokraten, die einst gegen Stillstand, roten Filz und Schuldenpolitik kämpften, wundern sich heute, wie gerne Rüttgers auf den Spuren von "Bruder Johannes", ihrem einstigen Feindbild, wandelt. Ihnen spricht die FDP-Mahnung aus dem Herzen. Bericht: FDP greift Rüttgers . . ., Titelseite

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