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Rheinische Post: CDU müsste grübeln

    Düsseldorf (ots) - Von Reinhold Michels

    Die Stimmung in der SPD schwankt zwischen Trost- und Ratlosigkeit. Sie entspricht der Lage. Bei der Union ist die Stimmung, nicht zuletzt wegen des Zustands der Sozialdemokratie, besser als die Lage. Wie es wirklich um die Akzeptanz der Unionsparteien bei den Wählen bestellt ist, belegen nicht die hohen Popularitätswerte der Kanzlerin Angela Merkel, die seit acht Jahren CDU-Chefin ist, vielmehr die neuen Allensbach-Resultate. Danach rangiert die Union heute - 15 Monate vor der Bundestagswahl - demoskopisch noch unter ihrem miserablen Ergebnis von 2005. Wenn sich darin die angeblich so vorzeigbaren Leistungen der Union in der großen Koalition spiegeln, dann muss man schon im Kanzleramt oder Adenauer-Haus beschäftigt sein, um nicht ins Grübeln zu geraten über eine einstmals kraftvolle bürgerliche Partei, die bei Bundestagswahlen auf "40 plus X" geeicht zu sein schien. So wie es aussieht, kann der Union neue Kraft nur aus den Bundesländern zuwachsen, die sich einem modernen Konservatismus verschrieben haben; die den Weg zur Entlastung der Mittelschichten, der soliden Finanzpolitik, sozialen Gerechtigkeit, einer Reformpolitik mit Augenmaß und mit wirtschaftspolitischer Vernunft gehen.

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