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Rheinische Post: Diäten: NRW macht es vor

Düsseldorf (ots)

von Michael Bröcker
Lassen wir die Emotionen beiseite. Und die Fakten sprechen. Bis 
zum vergangenen Dezember kassierte ein Bundesparlamentarier 7009 Euro
pro Monat. Ab 2010 sollen es 8159 Euro sein, 16 Prozent mehr. Die 
Abgeordneten liegen damit deutlich über der allgemeinen 
Lohnentwicklung.
Und doch kann von Abkassieren keine Rede sein. Ein Vollzeit-Politiker
mit oft 70 Arbeitsstunden pro Woche verdient nicht mehr als ein 
hochrangiger Kommunalbeamter. Aber deutlich weniger als 
Stadtwerke-Chefs oder AOK-Spitzenfunktionäre. Seit 2003 hat es zudem 
keine Diätenerhöhung mehr gegeben. Die Abgeordnetenentschädigungen 
sind in den vergangenen zehn Jahren sogar insgesamt unterhalb der 
Inflationsrate geblieben.
All das hätte man mit gutem Gewissen argumentieren können. Und wenn 
die "Duz-Freunde" Peter Struck (SPD) und Volker Kauder (CDU) noch den
Mut gehabt hätten, die im Kern richtige Diätenerhöhung mit einer 
Abschaffung der Pauschalen und üppigen Pensionsansprüche zu 
verbinden, wie es das NRW-Parlament vorgemacht hat, dann wäre das 
Volk vielleicht besänftigt. So häufen sich die Protestbriefe in den 
Wahlkreisbüros. Denn das doppelte Diätenplus innerhalb eines Jahres 
ist angesichts Armutsdebatten, Mittelschichtsorgen und 
Energiepreisschocks eben kaum zu vermitteln.

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2304

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