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11.03.2008 – 00:00

Rheinische Post

Rheinische Post: Mindestlohn: Wachgewerbe beantragt Aufnahme ins Entsendegesetz

Düsseldorf (ots)

Das Wach- und Sicherheitsgewerbe will nun doch
beim Bundesarbeitsministerium die Aufnahme ins Entsendegesetz 
beantragen. Ab dem 25. März verhandele der Bundesverband Deutscher 
Wach- und Sicherheitsunternehmen (BDWS) mit dem Christlichen 
Gewerkschaftsbund über einen Mindestlohn, sagte 
BDWS-Hauptgeschäftsführer Harald Olschok der "Rheinischen Post" 
(Dienstagausgabe). "Ich gehe davon aus, dass wir uns einigen." Der 
Verband wolle dann "bis Ende März beim Ministerium den Antrag stellen
und den Tarifvertrag später nachreichen", so Olschok. Zuvor waren 
Verhandlungen zwischen BDWS und Verdi gescheitert. Der 
Branchen-Mindestlohn liegt bei 7,30 Euro in Nordrhein-Westfalen und 
4,40 Euro in Ostdeutschland einschließlich Berlin. Der BDWS ist laut 
Olschok bereit, ihn auf 8,00 Euro beziehungsweise 5,75 Euro zu 
erhöhen. Die Anmeldefrist beim Ministerium endet am 31. März. Mit der
Aufnahme ins Entsendegesetz kann ein Branchen-Mindestlohn 
allgemeinverbindlich erklärt werden. Nach Informationen der 
"Rheinischen Post" ist das Security-Gewerbe die einzige Branche mit 
entsprechenden Mindestlohn-Plänen. So gab es eine Absage vom 
Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE). "Wir können 
uns einen Branchen-Mindestlohn vorstellen, aber keine Aufnahme ins 
Entsendegesetz", sagte BDE-Sprecher Karsten Hintzmann dem Blatt. "Wir
wollen unsere Tarifautonomie nicht aufgeben."

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