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Rheinische Post: Die Eingreiftruppe

Düsseldorf (ots)

von Helmut Michelis
Vorläufiges Ende einer gespenstischen Diskussion: Deutschland 
stellt ab Sommer die Eingreiftruppe für Nord-Afghanistan - eben 
keinen Kampfverband für Gefechte auch im Süden des Landes, sondern 
eine regionale Reserve für Notfälle. Damit erhöht sich das Risiko für
die Bundeswehr insgesamt nicht, denn die Infanteristen müssten 
vorrangig eigenen angegriffenen Kameraden zur Hilfe eilen. Die 
gestrige Entscheidung ändert auch nichts an der angeblichen "German 
Extrawurst", die die Alliierten weiter anprangern werden. Aus ihrer 
Sicht ist die deutsche Schwerpunktbildung im Norden eine unfaire 
Lastenteilung, wobei sie verschweigen, dass deutsche Tornado-Jets, 
Transportflugzeuge und Fernmelder die bedrängten Truppen im Süden 
unterstützen und andere Nato-Staaten personell und materiell weit 
geringere Beiträge liefern als Deutschland.
Das Problem liegt woanders: Soldaten können den Kampf um Afghanistan 
nicht gewinnen. Sie bieten einen Schutzschirm für den zivilen 
Wiederaufbau. Arbeitsplätze, Schulen, Krankenstationen, sauberes 
Trinkwasser und elektrischer Strom sind die wirkungsvollsten Waffen 
gegen islamistische Gewaltprediger. Ein politisches Gesamtkonzept zur
Rettung Afghanistans mit klaren Zielen ist deshalb überfällig.
Bericht: Deutsche Kampftruppe . . ., Seite A6

Pressekontakt:

Rheinische Post
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Telefon: (0211) 505-2304

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