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Rheinische Post: Koch, ein zweiter Schröder

Düsseldorf (ots)

von Sven Gösmann
Die Wahl hat ein Patt gebracht. Zwei Lager stehen sich 
unversöhnlich gegenüber. Der Amtsinhaber erklärt, es gehe nicht ohne 
ihn. Hinter seinem Rücken berechnen Strategen jedoch bereits die 
Größe der Kröten, die die Gegenseite und die man selbst schlucken 
muss. Nach einem Verhandlungsmarathon freuen sich alle über die große
Koalition.
So war es nach der Bundestagswahl 2005 bei Gerhard Schröder. Gibt es 
jetzt ein Déjà-vu in Wiesbaden? In der Union unterstreichen die 
ersten, Roland Koch sei ein so wichtiger Mann, dass er überall 
gebraucht werde - es müsse nicht um jeden Preis Wiesbaden sein. So 
lässt sich Bayerns neuer Ministerpräsident Beckstein zitieren, der 
bald Kommunal- und Landtagswahlen zu bestehen hat. Er deutet an, was 
in der CDU nur gedacht wird: "Besser eine halbe Regierungsbeteiligung
ohne Koch als gar keine."
CDU-Chefin Angela Merkel hat Koch intern dazu angehalten, mit allen 
demokratischen Parteien Verhandlungen aufzunehmen, die bis nach der 
Hamburg-Wahl am 24. Februar dauern sollen. Solange stützen sie in der
CDU ihren Wahlverlierer. Danach wird es ernst für Koch. Steht dann 
nur er einer großen Koalition im Weg, wird man ihn beiseite drängen. 
So wie die SPD das einst mit Schröder tat. Es ist die brutale Logik 
der Machtpolitik. Koch darf sich nicht beklagen. Er hat selbst oft 
genug so gehandelt.
Bericht: Union debattiert..., Titelseite

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