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Weser-Kurier: Markus Peters über die Deutsche Bahn

Bremen (ots) - Störfall

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ging auf den Gleisen der Deutschen Bahn in Norddeutschland gar nichts mehr. Und das, obwohl Sturm "Xavier" mit orkanartigen Böen von bis zu 113 Stundenkilometern eigentlich eher am unteren Ende anzusiedeln war. Sturmtief "Sebastian" erreichte Mitte September immerhin Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern. Auch damals lag der Zugverkehr über Stunden brach, blieben viele Pendler stecken und mussten auf Fernbusse und Taxen ausweichen. Die Störanfälligkeit der Schieneninfrastruktur in Deutschland muss ernsthaft zu denken geben. Wie kann es sein, dass die Gleise so unzureichend gesichert sind, dass ein heftiger Herbstwind den gesamten Verkehr über Stunden zusammenbrechen lässt? Die Deutsche Bahn ist offenbar nicht sturmfest. Und erdverwachsen - wie es im Niedersachsen-Lied heißt - schon gar nicht, wie das Beispiel der gerade erst wieder eröffneten Rheintalbahn zeigt. Die wichtige Strecke zwischen Baden-Baden und Basel war wegen Schienenabsenkungen bei Tunnelbauarbeiten über Wochen gesperrt. Eigentlich müsste die Bahn auch dann fahren, wenn auf den Straßen und Wegen nichts mehr geht. Das Gegenteil ist der Fall.

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