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Weser-Kurier: Stefan Dammann über den G20-Gipfel und Protestcamps

Bremen (ots) - Natürlich könnte es beim Gipfel in Hamburg Randale geben. Doch der Sonntag hat gezeigt, dass eine große Mehrheit friedlich ihre Meinung sagen will und wird. Die Demonstranten kommen aus vielen Ländern, sie alle müssen irgendwo übernachten, und Unterkünfte gibt es schon lange nicht mehr. Brauchten sie auch nicht, denn sie wollten ein Zelt aufschlagen. Das haben ihnen die Behörden nun schon an der dritten Stelle kurzfristig untersagt - mit gerichtlicher Unterstützung. Denn Protest ist erlaubt, Zelten ist aber kein Protest, so die Richter.Das Camp auf der Entenwerder galt bis Montagmorgen als legal. Die Räumung am späten Sonntagabend hat niemand verstanden. Sie war willkürlich und hat aufseiten derer Aggressionen zur Folge, die wahrscheinlich mit friedlichen Absichten nach Hamburg gekommen sind. Denn nicht nur die Staatschefs sollen mit schönen Fotos das tolle Hamburg in die Welt hinaustragen, auch die auf der anderen Seite erzählen Geschichten. Pauschalverdacht gegen alle Demonstranten ist kein gutes Mittel. Und in ihren Zelten lassen sie sich auch viel besser bewachen als über die Stadt verteilt. Weltoffenheit bitte auch für Gegner.

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