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Weser-Kurier: Über die Aufbereitung von Exxon schreibt Silke Looden:

Bremen (ots) - Kein Wunder, dass die Bürger in der Samtgemeinde Bothel gegen die geplante neue Aufbereitungsanlage des Energiekonzerns Exxon protestieren. Seitdem die erhöhte Krebsrate in der Region Rotenburg bekannt ist, haben die Menschen vor Ort kein Vertrauen mehr in die Erdgasindustrie. Da hilft es auch nichts, wenn der Betreiber beteuert, dass die Anlage auf dem neuesten Stand der Technik ist und für die Anwohner keine Gefahr besteht. Schließlich sollen auf dem Betriebsplatz in Bellen Schadstoffe wie Quecksilber aus Abwässern herausgefiltert werden, die bei der Reinigung von Anlagenteilen auf den Bohrplätzen der Region entstehen. Niemand will so eine "Giftschleuder" vor der Haustür haben, schon gar nicht, wenn Krebs in der Region schon grassiert. Auch wenn es grundsätzlich sinnvoll ist, eine solche Aufbereitungsanlage dort zu bauen, wo die Schadstoffe auch anfallen, also in der Erdgasregion, tut Exxon gut daran, die Bevölkerung nicht noch mehr gegen sich aufzubringen. Der Konzern sollte den Neubau erst einmal auf Eis legen, bis die für den kommenden November angekündigten Untersuchungsergebnisse zur erhöhten Krebsrate in der Region vorliegen.

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