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Weser-Kurier: Über den EEG-Entwurf schreibt Peter Hanuschke

Bremen (ots) - Die Energiewende ist gewollt und klar ist: Sie kostet Geld - viel Geld. Wenn die Bundesregierung durch eine Anpassung des Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) versucht, die Kosten zu reduzieren, kann nur im Sinne der Verbraucher sein: Sie bezahlen die Energiewende. Dass inzwischen mehr als ein Drittel des Stroms aus Erneuerbaren Energien erzeugt wird, ist eine Erfolgsgeschichte, die ohne das EEG nie möglich gewesen wäre - denn nur aus ökologischem Idealismus heraus ist eine Energiewende niemals zu bewerkstelligen. Da mag der Wunsch, sich von der Atomenergie zu verabschieden, noch so groß sein: Am Ende geht es ums Geld. Das EEG hat darauf reagiert und für Sicherheit und für eine gute Rendite auf Investorenseite gesorgt. Nur deshalb hat bisher alles so gut im Sinne der Energiewende funktioniert. Das steht mit der Novellierung des EEG nun auf dem Spiel - zumindest drohen der gesamten Branche, hinter der eine international wettbewerbsfähige Industrie mit 150000 Beschäftigten steht, massive Veränderungen: Nicht jeder Akteur wird erfolgreich an den geplanten Ausschreibungen teilnehmen. Bleibt es bei dem EEG-Entwurf, wird es weniger Marktteilnehmer geben. Das kann später teurer werden, als das, was zunächst eingespart wird: Nur noch wenige große Unternehmen werden sich bewerben können. Ob dass die Kosten nach unten drückt? Eher nicht.

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