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Weser-Kurier: Über das Küken-Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Münster schreibt Norbert Holst:

Bremen (ots) - Mehr als 40 Millionen männliche Küken werden jedes Jahr in Deutschland auf barbarische Weise getötet: Sie werden bei lebendigem Leibe geschreddert oder vergast, weil sie natürlich keine Eier legen und nicht genug Fleisch ansetzen. Für die Lebensmittelindustrie sind sie ein überflüssiges Abfallprodukt. Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat nun entschieden, dass diese grausame Praxis erlaubt ist. Man darf Tiere nicht quälen, so steht es im Gesetz. Aber man darf sie töten, sobald die Aufzucht mit einem gewissen Aufwand verbunden ist - also zu teuer ist. Dabei gibt es Auswege aus dem Dilemma. Mit Lasertechnologie lässt sich das Geschlecht des Embryos schon vor dem Schlüpfen bestimmen. Die Methode steht kurz vor dem Durchbruch. Noch besser: Es gibt Hühnerrassen, die Eier legen und auch schnell Fleisch ansetzen. Aber diese Tiere produzieren nicht jeden Tag ein Ei, sie sind eben keine Turbo-Hühner. Wenn dieses Ei ein paar Cent teurer ist, kann das schon ein Beitrag zum Tierschutz sein. Auch der Verbraucher hat es in der Hand, unseren tierischen Mitgeschöpfen eine gewisse Achtung entgegenzubringen.

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