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Weser-Kurier: Zur Exzellenzförderung von Universitäten schreibt Sara Sundermann

Bremen (ots) - Was wurde gefeiert, als die Bremer Uni sich 2012 den begehrten Titel als Exzellenz-Uni sicherte! Der damalige Rektor Wilfried Müller jubelte wie ein Fußballer nach dem entscheidenden Elfmeter. Für die Uni bedeutet die Exzellenzförderung seitdem nicht nur einen Titel mit großem Renommee, der internationale Spitzenforscher nach Bremen lockt. Sie bedeutet auch insgesamt zusätzliche 100 Millionen Euro. Allmählich neigt sich die Förderperiode nun dem Ende zu. Und wenn die CDU sich auf Bundesebene durchsetzt, hat Bremen künftig keine Chance mehr auf den Titel, davon ist der Rektor überzeugt. Die Uni Bremen schien ein Beispiel dafür zu sein, dass die Exzellenzinitiative nicht nur die ohnehin finanzstarken Universitäten in Deutschland noch stärker macht. Ein Außenseiter, der mit starker Forschung und guten Konzepten das Rennen macht. Doch nun droht der Verlust der Exzellenz. Die Uni wird damit zurückverwiesen auf das Dilemma, in dem sie sich seit Jahren befindet: Die feste Grundfinanzierung macht einen relativ geringen Teil des Gesamthaushalts aus. Die Uni ist oft zu Recht stolz auf ihre ausgeprägte Drittmittelstärke. Bedeutet dies doch, dass Geldgeber wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die EU oder der Bund besonders viele Forschungsprojekte aus Bremen für klug, wichtig und fördernswert halten. Doch das hilft der Uni nicht, wenn auf Bundesebene die Spielregeln dafür, was als exzellent gilt, verändert werden. An der Exzellenz hängen auf dem Campus mehr als 130 Stellen und jede Menge Forschung. Wenn das Konzept der CDU kommt, wird der Fall für Bremen tief.

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