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Weser-Kurier: Zu Rot-Grün in Hannover schreibt Peter Mlodoch:

Bremen (ots) - Prüfen - das ist derzeit die häufigste Vokabel der niedersächsischen Landesregierung. Nach der krachenden Schlappe vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg in Sachen Mehrarbeit für Gymnasiallehrer ringt Rot-Grün immer noch nach Fassung. Auf klare Ansagen, wie es denn nun weitergehen soll, lavieren sich Staatskanzlei, Kultusministerium und Finanzressort hilflos herum. Dass das Urteil noch frisch sei, taugt nicht als Ausrede: Die Regierung hätte sich auf einen für sie negativen Ausgang des Prozesses einstellen können, ja müssen. Dabei wären schnelle Antworten dringend erforderlich. Die Regierung sollte den Richterspruch schlicht und einfach akzeptieren. Das wenig aussichtsreiche Rechtsmittel der Beschwerde würde die Hängepartei um Monate verlängern und die Unruhe an den Gymnasien nur vergrößern. Bald sind Sommerferien, die Schulen müssen wissen, was ihnen im neuen Schuljahr blüht. Das gilt für eine neue Stundeneinteilung ebenso wie für die Planung von Klassenfahrten nach dem möglichen Ende des Boykotts. Vor allem aber: Ministerin Heiligenstadt muss zügig die Einstellung der benötigten Lehrer betreiben. Im professionellen Umgang mit der Niederlage könnte die Ressortchefin Stärke und Format beweisen - und damit alle Rücktrittsforderungen obsolet erscheinen lassen.

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