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Weser-Kurier: Zur Deutschen Bank schreibt Stefan Lakeband:

Bremen (ots) - Ein Ort für alles und jeden. Das wollte auch die Deutsche Bank sein - von der schwäbischen Hausfrau über den bodenständigen Mittelständler bis hin zu demjenigen, der sein Glück in risikoreichen Investments sucht. Diesen Ort soll es nun nicht mehr geben. Das ist schade für normale Privatkunden, die die Filiale um die Ecke wegen der persönlichen Beratung geschätzt haben. Für den Konzern Deutsche Bank ist es ein nötiger, aber auch schwieriger Schritt. Die Kürzungen im Privatkundengeschäft bringen für den Moment zwar Einsparungen, auf Dauer aber könnten sie dem Geldhaus teuer zu stehen kommen - denn sie kommen zu spät. Die neue Losung heißt: klein und simpel. Die Deutsche Bank soll schlanker werden und so leichter zu steuern zu sein. Das Problem: Der Apparat ist längst aufgeblasen mit Altlasten aus falschen Entscheidungen, Schulden und Zinsmanipulation. Das "Zu groß zum Scheitern" hat das Geldhaus letztendlich ins Wanken gebracht. "Wir wollen nicht mehr alles für jeden sein." So hat Jürgen Fitschen, Co-Chef der Deutschen Bank, die Zukunft des Instituts beschrieben. Jetzt muss er mit seinem Kollegen Anshu Jain aufpassen. Es geht darum wenigstens das zu sein, was die verkleinerte Zielgruppe haben will - bevor man am Ende gar nichts mehr ist.

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